CV (Kurzfassung)

Lebenslauf (Kurzfassung)

Prof. Dr. med. Dr.h.c.mult. Wolfgang Holzgreve, MBA

Wolfgang Holzgreve wurde in Möhnesee-Körbecke (NRW) geboren und wuchs in Westfalen auf. Im Gymnasium übersprang er eine Klasse, erhielt den Schulpreis für das beste Abitur und wurde während seines Medizinstudiums an der Universität Münster von der Studienstiftung des Deutschen Volkes gefördert. An der University of California Berkeley schloss er 1976 sein Studium in Public Health mit dem Master of Science ab. Nach Staatsexamen, Approbation, Promotion (Summa cum laude) in Münster und amerikanischem Staatsexamen (ECFMG) 1979 absolvierte er eine Facharztausbildung an der Universitäts-Frauenklinik in Münster und ein Postdoctoral Fellowship, gefördert durch die DFG, am Departement of Obstetrics, Gynecology and Reproductive Sciences der University of California San Francisco in Reproduktionsgenetik. Nach seiner Facharztanerkennung mit den Zusatzbezeichnungen Medizinische Genetik und Sportmedizin 1985 wurde er Oberazt, habilitierte sich 1986 und wurde 1991 durch das Ministerium in NRW zum Professor auf Lebenszeit ernannt. 1995 folgte er dem Ruf auf das Ordinariat für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie die Position des Vorstehers der Frauenklinik am Universitätsspital Basel und war in dieser Position tätig bis 2008, als er die Stelle des Leitenden Ärztlichen Direktors und Vorstandsvorsitzenden am Universitätsklinikum Freiburg annahm. 2007 hat er den Master of Business Administration degree der Lasalle University Philadelphia in Basel erworben. Für das Akademische Jahr ab Oktober 2010 bis Juli 2011 war er in einem Sabbatical als Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin/ Institute for Advanced Study tätig, wo er sich mit Fragen der Mutter-/Kind-Gesundheit in einkommensschwachen Ländern im Zusammenhang mit internationalen Programmen beschäftigt. Im August 2011 erfolgte die Wahl zum Ärztlichen Direktor und Vorsitzenden des Vorstandes am Universitätsklinikum Bonn, wo er in dieser Funktion seit 1.1.2012 tätig ist.

Prof. Holzgreve hat sich in seiner Forschung vor allem mit Problemen der invasiven und nicht-invasiven Pränataldiagnostik beschäftigt, war wesentlich bei der Einführung der Chorionzotten-Diagnostik beteiligt sowie bei der Entwicklung von Methoden zur nicht-invasiven Pränataldiagnostik aus mütterlichem Blut. Seine Forschung ist dokumentiert in mehr als 600 Originalarbeiten, mehr als 10 Büchern, einem persönlichen Hirsch-Index von 41 und Editorial Board Mitgliedschaften von mehr als 15 Zeitschriften. Er war viele Jahre Editor-in-Chief der Fachzeitschrift Fetal Diagnosis and Therapy und Mitherausgeber beim International Journal of Gynecology and Obstetrics, International Editor beim American Journal of Obstetrics and Gynecology. Er hält drei Patente, erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen wie den Maternite-Preis der deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin und die Liley Medaille der internationalen Gesellschaft „Fetus as a Patient“, bekam fünf Ehrendoktorate verliehen und ist Honorary Fellow des American College of Obstetricians and Gynecologists sowie Fellow ad eundem im Royal College of Obstetrics and Gynecology.

Er war Präsident vieler Organisationen wie der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin und der für Perinatale Medizin sowie der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, ist aktives Mitglied der Leopoldina Nationale Akademie der Wissenschaften und war Vorstandsmitglied im European Board and College of Obstetrics and Gynaecology (EBCOG). Seit 6 Jahren ist er Officer und ein Vorstand der International Federation of Gynecology and Obstetrics (FIGO), wobei er in beiden Organisationen wegen seiner weit anerkannten Management- und insbesondere Finanzkompetenz als Treasurer tätig war. Er ist Repräsentant der FIGO bei der UNO sowie WHO in Genf und arbeitet dort in vielen Gremien und Projekten mit.